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Neun Rennen auf dem Vierwaldstättersee

Walter Rudin 21.08.2018

Segeln

Der Auftakt zur Windweek ist gelungen. Der Regattaverein Brunnen (RVB) konnte am Wochenende den Regatteuren der drei

teilnehmenden Bootsklassen neun Wettfahrten ermöglich. Einige RVB-Segler konnten sich gut in Szene setzen.

Walter Rudin

Es gab nicht nur Wind, er zeigte sich auch sehr vielseitig. Während am Freitag nur eine Wettfahrt bei eher schwachem Wind auf dem Urnersee stattfand und man dann im Gersauer Becken Böen mit Sturmstärke meistern musste, gab es am Samstag eine etwas verdrehte Thermik auf dem Urnersee.
Zum Abschluss zeigte sich dann am Sonntag der gewohnte zu?gige, konstante Talwind von seiner besten Seite, so, wie es die Segler lieben. Das Segelrevier vor Brunnen ist seinem guten Ruf wieder einmal gerecht geworden.
Die Wettfahrtleitung des Regattavereins Brunnen hat durchwegs die richtigen Entscheidungen getroffen und so den Seglern ein zu?giges Wettkampfprogramm geboten.
Jede der drei Klassen konnte ohne lange Pausen ihr Programm absolvieren.
RVB-Segler Rolf Hunkeler segelt seit gut zehn Jahren gemeinsam mit seinem Sohn Manuel auf einer Tempest-Jacht. Das Duo, das beruflich ein Familienunternehmen fu?hrt, harmoniert auch im Sport. Der Vater, der beruflich das Zepter bald dem Sohn u?bergibt, bleibt auf dem Boot aber weiterhin am Steuer, und der 30-jährige Sohn besorgt das Vorschiff. Anfang Juli nahmen die beiden auch an der Weltmeisterschaft am Attersee teil, waren mit dem Abschneiden aber nicht ganz zufrieden. «Manuel war letztes Jahr in Su?dafrika und konnte nicht mitsegeln, es hat etwas gedauert, bis wir uns diese Saison wieder gefunden haben, aber es geht jetzt immer besser», erklärt Rolf Hunkeler.
Und tatsächlich: Am Euro-Cup reichte eine konstante Leistung u?ber alle neun Läufe zu Platz drei. Und die Bronzemedaille bleibt bei der kommenden Schweizer Meisterschaft Anfang Oktober auf dem Bielersee im Visier, obwohl man vorher kaum noch gemeinsam trainieren kann.
Die H-Boote trugen ihre Klassenmeisterschaft aus. Hier dominierten ausländische Teams. Oskar Koch, der fu?r den RVB startete und mit Tochter Judith und Christian Ogou segelte, konnte nicht in den Kampf ums Podest eingreifen. Er brillierte Mitte Juni mit dem Gewinn der Jungfrau-Trophy auf dem Thunersee und galt als aussichtsreicher Kandidat auf eine Medaille. Er musste aber auch einige Schweizer Boote passieren lassen und klassierte sich unter den Erwartungen.
Die Segler der Star-Klasse griffen erst am Samstag ins Geschehen ein. Die Star-Flotte Luzern und Vierwaldstättersee (LUV), die ihren Stu?tzpunkt im Föhnhafen Brunnen hat, hat bis anhin ihre Star-Boot-Trophy selber organisiert. Dieses Jahr wurde ihre Regatta aber in den Event des Regattavereins Brunnen integriert, was sich ausgezahlt hat, konnte man doch von der hervorragenden Organisation profitieren.
Am Wochenende wird im Rahmen der Windweek bereits wieder regattiert. Der «Bote» wird in der Freitagausgabe ausfu?hrlich u?ber die bevorstehenden Regatten informieren.